Die Seite der Kordeler - Personen - ZukunftKordel.de
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Die Seite der Kordeler – Personen

Vorwort zur Idee der „Kordeler Seite“

Beginnend mit diesem KORDELER, wollen wir auf einer Seite Berichte aus Kordel aufzeigen. Wir haben uns entschlossen, jetzt zum ersten Mal, etwas über Jugendarbeit in Kordeler Vereinen zu berichten. Denn die Jugend, ist die Zukunft von Kordel, ist die Zukunft von uns allen.

Peter Müller hat sich mit Hans-Peter Schneider über die Nachwuchsarbeit im Musikverein unterhalten und Toni Parth hat mit Katja Roth und Christoph Siemer über die Jugendarbeit in der Freiwilligen Feuerwehr gesprochen.
Anbei die beiden Berichte.

Paul M. Maigler und seine Trouliechter

Von links: Günter Loch, Guido Gangolf, Paul M. Maigler, Klaus D. Müller, Volkmar Kranz, Markus Leis, Herbert Grün

Paul Michael Maigler, in Folge nenne ich ihn Paul, hat sich intensiv und überzeugend für unterschiedliche Traditionen in unserem Ort Kordel eingesetzt und dadurch seine Ambitionen mit seinen Leistungen bewiesen. Paul ist bekannt, beliebt und hilfsbereit. Wenn man seine Meinung, seine Unterstützung oder seine Hilfe benötigt, steht er zur Verfügung. Deshalb wollen wir ein wenig in seinem Leben stöbern und in Absprache mit ihm auch darüber berichten.

Paul, in Kordel geboren, in der Friedhofstraße (op da Lay) aufgewachsen, entwickelte schon in der Kindheit großes Interesse für Sprache. Alemannisch wurde ihm vom Vater, das Kordeler Platt von der Oma Anna beigebracht.

Nach der Volksschule besuchte er ein Aufbaugymnasium mit Internat in Daun. Mit knapp 18 Jahren erfüllte er sich einen besonderen Wunsch und ging für vier Jahre zur Bundesmarine. Das war für ihn Abenteuer pur. Danach zog er für einige Jahre nach Köln, machte das Abitur nach und studierte dort Sozialarbeit. 1972 heiratete er seine Frau Evi und beide bekamen im gleichen Jahr ihren Sohn Dirk. Die gemeinsame Wohnung war häufig Treffpunkt für andere Kordeler, die in Köln studierten. Das Kölsche Dialekt und die kölschen Lieder sowie das Kennenlernen der Urformation der „Bläck Föös“ und anderer Musiker im „Kölsche Boor“ haben Paul sehr beeindruckt.

Während der 15 Jahre „im Ausland„ hielt er stets engen Kontakt zur Familie und Freunden in Kordel. Wenn es irgendwie ging, feierte er jedes Jahr die Fastnacht ausgiebig und aktiv zu Hause.
1978 zog er mit Evi und Dirk wieder nach Kordel. Ohne Probleme integrierten sie sich in das Vereins– und Dorfleben. Beruflich arbeitete Paul als Diplomsozialarbeiter in verschiedenen Bereichen der Jugendhilfe, der Drogen- und Jugendberatung und war knapp 24 Jahre lang Leiter des Tagesheims Ruländer Hof bei den Vereinigten Hospitien in Trier.

Mit Gründung des KVK eröffnete sich für Paul eine Ebene auf der er alle seine Ideen in verschiedenen Ämtern einbringen und praktisch seine Hobbys anwenden konnte. Bühnenbau, Programmgestaltung, Wagenbau und Texten von Reden und Sketchen bereiteten ihm besondere Freude. Die Pflege des Kordeler Platts in Form von Gedichten und Liedern betreibt Paul schon seit über 50 Jahren. Mit der Band „Amadeus Ohrenschmalz“ entstand der Gassenhauer „ Mir ous Kuardel “.
1983 gründete sich auf Pauls Initiative hin die Musikgruppe „ De Trouliechter“.Hauptziel der Gruppe ist bis heute die Verbreitung von Spaß mit „ Musik op Platt“. Bei Heimat- Mundart- und
Fastnachtsveranstaltungen sind die Trouliechter mit Paul als Frontmann nicht mehr weg zu denken. Mit eigenen CDs und Cassetten machen sie sich für alle Zeit unvergesslich.

Toni Parth

Richard Schaffner Ahnenforscher und Chronist

Es ist nicht einfach, die Fülle der freiwilligen Tätigkeiten, die Richard Schaffner für unseren Ort, für die Gemeinde und deren Mitbürger, im Laufe seines Lebens bewältigt hat, in einem Bericht zusammen zu fassen. Das dazu notwendige, intensive Gespräch mit ihm, hätte ohne Weiteres noch ein paar Stunden weiter gehen können, soviel wäre über Richard zu berichten.

 

Wir fassen seine wichtigsten Bereiche in diesem Bericht zusammen. Damit wollen wir zum Ausdruck bringen, welche Bedeutung Richard Schaffner für unseren Ort hat. „Ich könnte Tag und Nacht arbeiten.“ Einer seiner ersten Sätze im Gespräch. Am Ende des Interviews kann man diesen Satz nur bestätigen. Richard ist begeistert, überzeugt und ist sehr engagiert, seinen Hobbys, man könnte es auch ohne Weiteres als Freizeitbeschäftigung bezeichnen, nachzugehen.

 

Neben seinem Beruf als Betriebsinspektor, in seinen 41 Jahren bei der Post, trat Richard Schaffner 1960 in die Freiwillige Feuerwehr Kordel ein. Dort hatte er umgehend einen Job als Schriftführer und später war er bis zu seinen Austritt nach 42 Jahren, stellvertretender Wehrführer. Dazwischen kamen noch 1 ½ Jahre Bundeswehr bei der 5. Panzerdivision in Koblenz Sein erstes ganz großes Projekt begann 1977 mit der Gründung der Volkshochschule ( VHS ) in Kordel, deren Leiter Richard bis 2014 (37 Jahre !!!) war.     In dieser langen Zeit wurden die Kursangebote der VHS stets aktualisiert und immer auf den aktuellsten Bedarf der Kordeler Bürger angepasst. Der sogenannte Vorruhestand begann am 01.April 1997 mit einer neuen Aufgabe. Von wegen Ruhestand. Die Fortsetzung der guten Zusammenarbeit aus der Feuerwehrzeit mit Medard Roth, der neuer Bürgermeister in Kordel wurde, hat Richard Schaffner veranlasst, das Amt des Gemeindesekretärs bei der Ortsgemeinde zu übernehmen. Damit diente Richard viele Jahre der Gemeinde und seinen Mitbürgern.

„Meine Tante „Bäbbi“ Roth geborene Schaffner war schuld daran, dassich meine mir zu Verfügung stehendeZeit zur Familienforschung genutzt habe,“ sagte Richard, „in diese Aufgabe habe ich mich verliebt, seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen“. Richard Schaffner hat sich damit einen Namen als anerkannter Heimat- und Familienforscher gemacht, der weit über die Grenzen Kordels hinaus bekannt und anerkannt wurde. Auch als Chronist des Heimatvereins Kordel, mit mehr als 1 000 Fotos aus der Ortsgeschichte, hat sich Richard für unsere Gemeinde verdient gemacht. Während dieser Zeit gab es mehrere Fotoausstellungen, sowie Bücher und BiIdbände über die Kordeler Vergangenheit und die damit verbundenen Ortsgeschichten. „Um dafür das nötige Bildmaterial zu bekommen, bin ich wochenlang von Haus zu Haus gegangen und habe mir von den Mitbürgern Bilder vom Alten Kordel geben lassen“, sagte Richard. Seine Liebe und Aufmerksamkeit gilt heute noch der Kordeler Vergangenheit, den vielen Stammbäumen, seinem Archiv und seinem Heimatort Kordel.

Toni Parth