GESPRÄCHE MIT HEIMATVEREIN UND KYLLTALWANDERER - ZukunftKordel.de
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GESPRÄCHE MIT HEIMATVEREIN UND KYLLTALWANDERER

GESPRÄCHE MIT HEIMATVEREIN UND KYLLTALWANDERER

Toni Parth führte zwei Interviewgespräche. Eines mit dem Heimatverein (HVK) und eines mit den Kylltalwanderern
(KW). Diese Gespräche sollen unseren Lesern aufzeigen, was Kordeler Vereine imstande sind zu leisten,
welche Aufgaben und welche Ziele sie verfolgen.Heimatverein: Günther Plorin als Vorsitzender und Josef (Jupp) Krames als 2. Schriftführer und aktives Mitglied haben in diesem Gespräch den HVK vertreten.

Der HVK wurde 1953 von Lorenz Hein (Stampes) gegründet. Die Gründungsmitglieder von damals waren, bis in die 80er Jahre hinein, auf Wertschaffung für den Ort bedacht. Man wollte den Tourismus ankurbeln, deshalb galt es in dieser Zeit, so berichtete Josef Krames, Neues zu schaffen, sowie Kordel attraktiv für Fremde zu machen.

Heute hat der HVK etwas mehr als 300 Mitglieder, davon sind ein Dutzend Aktive, die sich regelmäßig, das ganze Jahr über, um die Pflege und Erhaltung von Kordeler Einrichtungen kümmern. Günther Plorin erwähnte mehrmals während des Gespräches auch: „ Die Anzahl der Aktiven im HVK könnte, ja müsste besser sein. Wir brauchen mehr Kordeler, die etwas für den Ort tun, um unsere viele Aufgaben, die das ganze Jahr über anfallen, im Sinne unseres Ortes bewältigen zu können“. Wir bedanken uns bei unseren Mitgliedern und den aktiven des Vereins für ihre Unterstützung und Hilfe.

Um nur ein paar Pflichten zu nennen: Viele Wanderwege und über 70 Bänke müssen gepflegt werden, wir säubern das Tretbecken im Tauerngrund und den Hexenbrunnen in der Welschbilliger Straße, wir versorgen die Blumen auf der Kyllbrücke und mähen an verschiedenen Stellen im Ort. Alles das, was die Vorgängergeneration geschaffen hat, gilt es zu pflegen und zu bewahren. Mit anderen Worten: „Die Pflege der Natur rund um Kordel liegt uns am Herzen“.

Ein Schwerpunkt was die Pflege betrifft, ist u.a. der Waldspielplatz auf der Tauer mit den zwei Grillhütten. Da dieser Platz auch viel von Vereinen und Gruppen angemietet wird, die nicht aus Kordel kommen, ist eine regelmäßige und ordentliche Pflege der Anlage notwendig, aber auch von uns garantiert. Gruppen und Vereine, die dort ihre „Festchen“ feiern, finden immer eine wohlgepflegte Einrichtung vor.

Wenn wir über den HVK berichten, darf eines nicht vergessen werden: In den 50er und 60er Jahren war der HVK der Veranstalter des Kordeler Karnevals und somit auch der Gründer der, heute noch weit über die Grenzen Kordels hinaus beliebten und bekannten „Kuardeler Fosicht“. Umzüge und Straßenkarneval waren ein großes Fest, waren Pflicht bis hin zu den heute noch diskutierten Sitzungen im Saal Endres.

Eine über 60 Jahre alte Besonderheit für Kordel, ist der Ruf: „Der Nikolaus kommt“! Alle Kordeler Bürger, die das 80.te Lebensjahr erreicht haben, bekommen jedes Jahr den Besuch vom Nikolaus des HVK, der auch ein kleines Geschenk mitbringt. Einmalig! Einen tradionellen Akt dürfen wir nicht vergessen, nämlich das Aufstellen des Maibaums. In diesem Zusammenhang ein herzliches Dankeschön an die Feuerwehr Kordel für ihre Hilfe.

Nun, zum Ende des Berichtes, darf ein Thema, ein bei den Kordelern beliebter und von den Akteuren des HVK geliebter Schwerpunkt für den HVK, nicht vergessen werden und nicht unerwähnt bleiben, nämlich das Thema Theater. Die Idee, Theater zu spielen, entsprang einem Besuch eines Mundartabends in einer Eifelgemeinde. Die Folge und motiviert von diesem Ereignis, gründeten Elke Junk und Käthe Mossem im Jahr 2003 eine Theatergruppe für den HVK, eine Aktivgruppe von ca.15 Personen, alles in Kordel lebende Bürger.

Eine besondere Festlichkeit stand dem HVK bevor, das 50.te Vereinsjubiläum, und was konnte schöner sein, als zu diesem Anlass dem Kordeler Publikum den 1. Theaterabend anzubieten. Zwei Besonderheiten sind noch zu nennen: Die Stücke sind im Kordeler Dialekt und sie sind selbst von Akteuren geschrieben. Meist sogar identisch mit Kordeler Gegebenheiten. Bisher haben jährlich mehrere ausverkaufte Vorführungen im Saal des Bürgerhauses stattgefunden. In Zukunft, so hat die Theatergruppe entschieden, soll alle zwei Jahre Theater gespielt werden.

Wir, als Kordeler Bürger, können für die Theateridee nur dankbar sein allen Akteuren danken und sagen: Weiter so!