AUF ZUR HOCHMARK! EIN BERICHT ÜBER DEN „KULTURKREIS HOCHMARK“ - ZukunftKordel.de
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AUF ZUR HOCHMARK! EIN BERICHT ÜBER DEN „KULTURKREIS HOCHMARK“

AUF ZUR HOCHMARK! EIN BERICHT ÜBER DEN „KULTURKREIS HOCHMARK“

Das Gespräch führte Toni Parth mit dem Mitbegründer der Vereins Otto Obser und dem derzeitigen Regisseur im Verein Stephan Kersch.

„Es fing alles mit Scherben an. Mit Glasscherben“ sagte Otto Obser und sprach bei dieser Gelegenheit über seinen Vater Anton, der als „Schierbeln-Toni“ und Ehrenbürger von Kordel bekannt wurde.  Anton Obser hatte eine Liebe zu alten Fundstücken, die es auf der Hochmark, rund um das Ferienhaus der Familie, zur Genüge gab. Also wurde auf den Feldern der Hochmark gebuddelt und siehe da, Schierbeln-Toni fand Glasscherben, die nachweislich aus einer mittelalterlichen Glashütte, die es auf der Hochmark gab, stammen.

Die Sammelleidenschaft und geschichtliche Erforschung von Glas der Hochmark, gesammelt von Anton Obser, hat auch zwischenzeitlich seinen Sohn Otto angesteckt und infiziert. Er stellte die Frage: „Wohin damit? Wo können wir diese Funde aufbewahren? Es wäre zu schade, sie wegzuwerfen!“

Otto hatte eine glänzende Idee und gilt heute noch als Initiator und Mitbegründer des Vereins Kulturkreis Hochmark, der im Mai 2000 gegründet wurde.

Mehrere Geburtshelfer seien namentlich genannt: vor allem Professor Otmar Werle und der damalige neue Bürgermeister Medard Roth. Auch Georg Kersch, Brigitta  Schlemmer, Hilmar Berndt und der leider zu früh verstorbene Eduard Deges wurden organisatorisch tätig.

Nach beschwerlichem behördlichem Genehmigungsverfahren, konnte die Idee, einen scheunenartigen Anbau an ein vorhandenes  Ferienhaus auf der Hochmark zu bauen, verwirklicht werden. Das Baumaterial stammt zum großen Teil, so auch das Scheunentor, aus dem Abriss des Ternes-Hauses auf dem Kordeler Kreuzfeld. Ein beeindruckender,  romantischer, großer und hoher Raum. Dort konnten die  Fundobjekte in mehreren  Vitrinen ausgestellt werden, auch mit Leihgaben des rheinischen Landesmuseum.

Die Größe des Raumes gab aber noch mehr her. Somit wurden drei Vereinsziele formuliert, um auch die inzwischen gewachsene Zahl der Mitglieder mit in das Vereinsgeschehen einzubinden.

  1. Die Erforschung der Glasproduktion im Mittelalter mit römischen Ursprung
  2. Wissenschaftliche Vorträge in der Kulturscheune zum Thema Glas
  3. Gemeinsam mit Freunden und Bekannten musizieren von leichter Klassik

Bis unterhaltsamer Salonmusik für Mitglieder und Freunde.

Über das Jahr verteilt sorgt der Verein für gute Angebote, die von inzwischen ca. 100 Mitgliedern gerne angenommen werden. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Konzerte auf professionellem Niveau, Sommerfeste mit Musik und Unterhaltung, sowie Lesungen, dekoriert mit schöner Musik.
  • Bilderausstellungen von Lenchen Lauer

von Renate Fritsch

von Dieter Bungarten

Die Kulturscheune lebt!

Von 2005 an wurde von Ingrid Weber eine vereinseigene Hauspostille „Die Kulturscheune“ aufgelegt. Jährlich wurde über das Geschehen rund um die Scheune berichtet.

Eine weitere Attraktion wurde 2009 festlich eingeweiht. Der Nachbau eines mittelalterlichen Glasschmelzofens. Dieses originalgetreue Prachtexemplar ziert das Grundstück vor der Kulturscheune und verleitet jeden Spaziergänger und Wanderer zum Verweilen um sich mit dem mittelalterlichen Schmelzofen zu beschäftigen.

Gelenkt und geleitet wird der Verein zur Zeit von den Brüdern Georg und Stephan Kersch, dem Ehepaar Gisela und Otto Obser und von Peter Zschunke, der für die Finanzen zuständig ist.

Zum Abschluss unseres Gesprächs sagte Otto Obser: „Der Kulturkreis Hochmark ist für mich und meine Frau eine Herzensangelegenheit“ und Stephan Kersch fügte hinzu: „ Wir wollen auch in Zukunft in diesem Sinne weitermachen, aber auch um die jüngere Generation werben, sie in unseren Verein integrieren und unser Programm darauf ausrichten.